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Nr. Lyngby – wo das Meer an der Küste nagt

Auch wenn von der früheren Fischersiedlung Nr. Lyngby nicht mehr viel übrig geblieben ist, so gibt es doch Interessantes zu sehen. Hier hat man freien Ausblick auf die Nordsee und sieht die Reste eines alten Friedhofes und der alten Küstenstraße zwischen Lønstrup und Nr. Lyngby. Freunde des Paragliding und Taucher finden hier gute Bedingungen vor.

Ganz dicht am Wasser, mit freiem Ausblick auf die Nordsee, liegt der einst von Fischern gegründete kleine Ort Nr. Lyngby. Vom Fischfanggewerbe ist nicht mehr viel übrig geblieben, was man vom ursprünglichen Ort ebenfalls behaupten kann. 

Friedhof noch teilweise erhalten

Als sich das Meer bis auf 20 m an den Friedhofswall herangefressen hatte, wurde die alte Kirche 1913 abgerissen und rund 800 m weiter landeinwärts neu errichtet.

Ein großer Teil des Friedhofs mit einigen Grabstätten ist ebenso erhalten wie ein strohgedeckter, hölzerner Glockenturm mit einer verrosteten, gusseisernen Glocke von 1872.

Spaziert man den Strand entlang und schaut an der Steilküste hoch, kann man noch die Stellen erkennen, wo sich einst Särge befunden haben. Viele Verstorbene wurden umgebettet, und ihre Gräber befinden sich jetzt auf dem weiter landeinwärts liegenden neuen Friedhof.

Das Ausflugslokal wurde 1975 abgerissen

Anfang des vorigen Jahrhunderts entstand Nr. Lyngby Mølle, ursprünglich ein Ausflugslokal, später auch ein Versammlungsort für die örtliche Bevölkerung. Im Jahre 1975 riss man das Lokal ab, da sich das gefräßige Meer diesem Ort bedrohlich genähert hatte.

Die Küstenstraße zwischen Nr. Lyngby und Lønstrup musste ebenfalls verlegt werden. Von der alten Straße ist heute nur noch ein kurzes Stück mit zerbrochener Asphaltdecke zu sehen. Jedes Jahr frisst sich das Meer 3 bis 4 m tiefer ins Land hinein, sodass man nicht genau weiß, was im nächsten Jahr noch vorhanden ist.

Die hiesige 30 bis 40 m hohe Steilküste ist ein beliebtes Ziel für Freunde des Paragliding, doch die herbe Schönheit der Natur zieht auch viele Spaziergänger an.
 

Wrackreste sind abzuliefern

Im Meer vor der Küste zwischen Nr. Lyngby und der Mårup Kirche liegt das Wrack der englischen Fregatte „The Crescent ”, die 1808 hier strandete.

Es wird berichtet, dass man auch heute noch Dinge um das Wrack herum finden kann, z. B. Uniformknöpfe, Münzen usw.

Taucher, die das Wrack besuchen und etwas finden, sind jedoch gehalten, ihre Funde dem Museum zu überlassen, damit auch andere sie betrachten können.
 
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